Montag, 19. Oktober 2015

Rezension zu "Das Mädchen mit den Augen aus Gold" von Tina Videkiss

Roman
266 Seiten
Verlag: epubli
Erschienen: April 2015
Preis: 2,99 € (Ebook)

Inhalt:
Etwas Dunkles regt sich in Hyra, dem Land der Vier Königreiche. Durch ein Zufall entdeckt das Waldmädchen Felis genau das, wonach das Böse am meisten trachtet: Ein Buch, das den Weg zu einem verborgenen Königreich im Himmel beschreibt. Mit Salem, einem Schwarzen Soldaten aus dem Rabenkloster, macht sie sich auf die Suche nach dem sagenumwobenen Reich über den Wolken. Doch etwas Böses ist den beiden dicht auf den Fersen und ein Wettlauf auf Leben und Tod beginnt. Wird es Felis schaffen einen Weg aus der Dunkelheit zu finden? Oder werden sich die Schatten des Südens ausbreiten und Hyra endgültig verschlingen? (Quelle: epubli)



Meinung:
Das Cover ist sehr ansprechend. Es ist detailreich gestaltet und passt perfekt zu der fantastischen Geschichte des Buches. Das Buch beginnt zunächst mit der "Legende der vier Königreiche", einem Märchen, das die Entstehung und Geschichte von Hyra erzählt. Das Märchen ist sehr originell und hat mir den Einstieg ins Buch sehr leicht gemacht. 

Danach beginnt die eigentliche Handlung. Der Leser lernt Felis kennen, das Mädchen mit den goldenen Augen, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird. Sie stammt aus Abnoa und reist nach Soudale, wo sie ein Buch für ihre Königin kaufen soll. Begleitet wird sie von einem Kater namens Mephisto, der ihr nicht von der Seite weicht. Auf dem Weg nach Soudale lernt sie den schwarzen Soldaten Salem kennen, der sie anschließend auf ihrer Reise quer durch Hyra begleitet. Zwischen beiden entsteht im Laufe der Geschichte eine Liebesgeschicht.

Zunächst habe ich mir Hyra als einen idyllischen Ort vorgestellt, allerdings wird schnell klar, dass in dem Land dunkle Mächte am Werk sind. Felis und ihren Begleitern wird die Aufgabe zuteil, diese zu bekämpfen. Sie versprechen sich Hilfe vom "Königreich im Himmel", von dem sie aus einem Buch erfahren und das sie versuchen zu finden. 

Der Schreibstil ist sehr einfach und flüssig. Durch die Ich-Perspektive von Felis hatte ich als Leser das Gefühl hautnah dabei zu sein. Allerdings war ich zwischenzeitlich doch etwas verwirrt, als auf einmal der Handlungsstrang von Felis und Salem unterbrochen wurde und stattdessen eine Nebenhandlung aus Joshuas Sicht erzählt wurde. Das hat meinen Lesefluss leider etwas gestört und ich bin dann nicht wieder zurück in die Haupthandlung gekommen. Hier und da gibt es auch kleinere Ungereimtheiten (an denen ich mich als sehr rationaler und strukturierter Mensch immer festhänge), aber diese behindern das weitere Verständnis der Geschichte nicht.

"Das Mädchen mit den Augen aus Gold" ist ein gelungenes Erstlingswerk. Die Autorin schafft es mit viel Fantasie und einem spannenden Schreibstil der Welt um Hyra Leben einzuhauchen. Hier und da hätten ein paar mehr Hintergrundinformationen, die das Leben der Menschen in Hyra näher beschreiben, nicht geschadet. An einigen Stellen ist mir die Geschichte ein wenig zu schnell vorangeschritten.

Fazit: ★★★★☆ – Lesenswert!
Alles in allem ist es eine nette Fantasy-Story um das Überwinden der eigenen Ängste und dem Bekämpfen des Bösen. Mir hat sie gefallen und ich würde mich freuen, wenn ich in Zukunft mehr davon zu lesen bekommen würde. 



Ich möchte mich ganz herzlich bei der Autorin Tina Videkiss bedanken, 
für den netten Kontakt per Email und für die Bereitstellung eines Rezensionexemplars.

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